Grusswort

Die Tagung wird von den Teams der Unikliniken Köln und Bonn sowie des Kinderkrankenhauses der Kliniken der Stadt Köln gestaltet. Wir alle leben und arbeiten am Rhein und wissen, wie wichtig Brücken sein können.

Deswegen möchten wir ein Forum bieten, Brücken zu bauen, und haben den Kongress unter dieses Motto gestellt. Dabei wollen wir die Fundamente, auf denen unser Handeln ruht, genauso im Auge behalten, wie die Überlegungen, welche Bögen wir spannen müssen, um unsere Arbeit weiter zu entwickeln.

In unserem beruflichen Alltag erfahren wir jeden Tag, dass unser Tun nur dann zum bestmöglichen Ziel führt, wenn wir die Verbindungen, in denen es steht, kennen und berücksichtigen.

So bringen z. B. nicht selten Patienten auf der neonatologischen Intensivstation schon vorgeburtliche Prägungen mit, die den postnatalen Verlauf beeinflussen, genau wie die postnatale Therapie Einfluss auf die weitere Entwicklung und das ganze Leben nehmen kann. Diese Zusammenhänge zu erforschen, ist wichtig, um Betreuungskonzepte zu optimieren. Seit Generationen werden Physiologie und Pathophysiologie wie zum Beispiel die der Kreislaufumstellung nach der Geburt oder des pädiatrischen Lungenversagens erforscht und fortwährend werden neue Therapiestrategien entwickelt. Das Wissen darum und seine stetige Vertiefung bilden das Fundament unserer Patienten- zentrierten Therapie in der Neonatologie und Kinderintensivmedizin.

Auch psychosoziale Aspekte werden in der interdisziplinären Betreuung unsere Patienten immer wichtiger. Auf der pädiatrischen Intensivstation sind wir mit Kindern konfrontiert, deren Leben manchmal schon lange durch eine Krankheit geprägt ist, manchmal hat aber vielleicht auch ein einzelnes Ereignis das Kind aus einem bislang unbeeinträchtigten Leben herausgerissen. Der Aufenthalt auf der Intensivstation kann dann das Leben des Kindes und seiner ganzen Familie verändern und wir wollen helfen, diese Herausforderungen zu meistern

Um dem Kind in seiner Familie eine bestmögliche Versorgung und die bestmögliche Chance auf Heilung zu bieten, müssen wir über Professions- und Disziplingrenzen hinausdenken und uns über die Sektorengrenzen vernetzen.

Dem Motto unseres Kongresses folgend wollen wir in diesem Sinne Brücken bauen und Verbindungen schaffen für eine bessere Zukunft!

Wir sind gespannt auf das, was wir voneinander lernen und entdecken werden, und freuen uns sehr Sie/Euch in Köln für diesen Austausch zu begrüßen!